Joseph Wartinger - Aquarell von Josef Eduard Teltscher, 1830. Foto: StLADie Steiermark ist das einzige Bundesland Österreichs, in dem regionales Geschichtswissen belohnt wird. Erzherzog Johanns Archivar Joseph Wartinger (1773-1861) stiftete bereits 1815 eine Medaille, die alljährlich die besten Kenner der steirischen Geschichte bekommen sollten. Unterricht und Preisprüfungen wurden im 19. Jahrhundert von den Gymnasien organisiert. Nach 1945 übernahm der Historische Verein die Wiedereinführung dieser Auszeichnung. Finanziert werden Feier und Medaillen vom Land Steiermark, die Preisverleihung wird alljährlich von dem für Bildung zuständigen Mitglied der Landesregierung vorgenommen.

Landeskunde wird sowohl an Hauptschulen, Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulen als auch im Bereich der Erwachsenenbildung angeboten. Die zuständigen Referenten für Landeskunde an Schulen im Ausschuss des Vereins waren Wilhelm Danhofer und nach ihm Werner Tscherne, seit 1999 ist es Karin Thierrichter. Für die Erwachsenenbildung zeichnete lange Jahre Othmar Pickl verantwortlich, dem 2004 Rudolf Grasmug und Robert Hausmann folgten. Wartinger-Medaille neu Avers bearb

Die Ausschreibung für die Erlangung der Wartinger-Medaille erfolgt alljährlich im Herbst eines jeden Schuljahres direkt vom Historischen Verein über den Landesschulrat für Steiermark.

Literaturhinweis (Vorschläge, Beispiele und Unterlagen zur lokalen und regionalen Geschichte der Steiermark): Steiermärkische Landeskunde, Texte zum Kurs Erwachsenenbildung, herausgegeben vom Historischen Verein für Steiermark (Skriptum); Wege zur Landeskunde. Sonderband 22 der Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, herausgegeben von Werner Tscherne, Graz 1991. Erhältlich im Sekretariat des Historischen Vereins (siehe Kontakt).